Den Tönen der Orgel auf der Spur

Epiphanias-Konzert am 07. Januar 2018 in der Reformationskirche

Das diesjährige Epiphanias-Konzert unseres Organisten Sebastian Neumann fand diesmal in der mit pastellfarbenen Strahlern und Lichterketten sanft ausgeleuchteten Reformationskirche in Hochlarmark statt.

Beginnend mit der einfachen Tonleiter auf den weißen Tasten über die schwarzen Halbtonschritte bis hin zum gesamten Spektrum aller Manual-, Pedal- und Registertöne führte er uns durch die verschiedenen Kompositionsstile und Jahrhunderte. Dabei kamen bekannte, harmonische Stücke von J.S. Bach und J. Langlais ebenso vor wie die doch etwas weniger eingängige 12-Ton-Musik.

Auch die musikalischen Hintergründe von Quadrupelfuge mit 4 gleichwertig wiederkehrenden Themen bis zu den enormen Herausforderungen an den blinden Komponisten Langlais - eine einzelne Note besteht in Blindenschrift aus 6 verschiedenen Zeichenpunkten, die man sich merken und notieren muss, bei durchaus 1ooo Noten pro einzelnem Musikstück - brachte er gewohnt humorvoll und souverän an die Zuhörer.

Diese erfuhren nebenbei, dass die Orgel dort mit 2 Manualen zu je 56 Tasten, 3o Pedalen und 15 Registern insgesamt 6.104 verschiedene Töne (selbstverständlich nur die richtigen...) erzeugen kann. Jeden nur 1o Sekunden zu spielen, ließe ein Konzert fast 17 Stunden dauern. 

So lange wurde es aber doch nicht: nach einer guten Stunde beschloss Sebastian Neumann den Abend mit einer eigenen Improvisation über das Epiphanias-Lied "Wie schön leuchtet der Morgenstern".

Die Zuhörer bedankten sich mit kräftigem Applaus und einer großzügigen Spende, die direkt für die Kirchenmusik in unserer Gemeinde verwendet werden soll.

Wir freuen uns auf noch viele weitere Konzerte dieser Art!